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url: 'https://www.corbado.com/de/blog/iso-18013-7-mdl-banken-kyc-onboarding'
title: 'ISO 18013-7: Mobile Führerscheine für Bank-Onboarding und KYC (2026)'
description: 'Ein Blick auf die weltweite Einführung von mobilen Führerscheinen (mDLs) nach ISO 18013-7 für sicheres und nahtloses KYC und Onboarding im Banking.'
lang: 'de'
author: 'Vincent Delitz'
date: '2025-07-25T06:59:15.451Z'
lastModified: '2026-03-27T07:03:06.812Z'
keywords: 'Bank-Onboarding, KYC'
category: 'Passkeys Strategy'
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# ISO 18013-7: Mobile Führerscheine für Bank-Onboarding und KYC (2026)

## 1. Einleitung

Jahrelang war das Remote-Onboarding bei Banken von umständlichen
Know-Your-Customer-Prozessen (KYC) abhängig, bei denen Nutzer in der Regel einen
physischen Ausweis oder Führerschein scannen und dies oft mit einem Liveness-Check oder
einem Live-Videoanruf kombinieren mussten. Diese Methode ist nicht nur aufwendig für
Nutzer, sondern auch anfällig für neue KI-basierte Sicherheitslücken.

Doch es findet ein großer Wandel statt. In den nächsten Jahren werden diese veralteten
Prozesse durch sichere, nutzerzentrierte
[digitale Nachweise](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api) ersetzt. Im Zentrum dieser
Transformation steht der mobile Führerschein (mDL), der sich bereits in verschiedenen
Regionen verbreitet. Der Standard **ISO/IEC 18013-7** ist hier der entscheidende
Wegbereiter, da er einen sicheren Rahmen für die Online-Vorlage dieser digitalen Ausweise
bietet.

Während wir in unserem vorherigen Artikel über die
[Digital Credentials API](https://www.corbado.com/blog/digital-credentials-api) (2025):
[Chrome](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api) & [Safari](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api)
die zugrundeliegende Technologie beleuchtet haben, konzentriert sich diese Analyse
speziell darauf, wie [ISO 18013-7](https://www.corbado.com/glossary/iso-18013-7)-konforme mDLs im
[Banking](https://www.corbado.com/de/blog/revolut-passkeys-analyse) eingesetzt werden. Wir untersuchen den
aktuellen frühen Stand in drei Schlüsselmärkten – den USA, Australien und Europa –, um zu
verstehen, wie Finanzinstitute von ersten Pilotprojekten zu den ersten produktiven
Systemen übergehen.

## 2. USA: Pilotprojekte und Early Adopters

In den USA geht die Einführung mobiler Führerscheine für das
Remote-[KYC](https://www.corbado.com/blog/iso-18013-7-mdl-bank-kyc-onboarding) von staatlich geführten
Pilotprojekten zu konkreten Umsetzungsplänen großer Finanzinstitute über. Ein wichtiger
Meilenstein war die offizielle Veröffentlichung des Standards **ISO/IEC 18013-7** am **7.
Oktober 2024**, der das Protokoll für die sichere Online-Vorlage eines mDLs definiert.

Obwohl bis Mitte 2025 noch keine Bank einen umfassenden Online-Onboarding-Prozess mit mDLs
eingeführt hat, werden die Grundlagen dafür geschaffen. Eine wichtige Entwicklung ist die
Funktion „Verify with [Wallet](https://www.corbado.com/blog/digital-wallet-assurance) on the Web“ von Apple, die
auf der WWDC 2025 zusammen mit vergleichbaren Fortschritten bei Googles
[Chrome](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api)-Browser angekündigt wurde. Diese Funktion wird
es Nutzern ermöglichen, verifizierte Identitätsinformationen aus staatlich ausgestellten
mDLs, die in der Apple [Wallet](https://www.corbado.com/blog/digital-wallet-assurance) oder in Wallets von
Drittanbietern gespeichert sind, direkt mit Websites zu teilen. Dies ist ein wichtiger
Katalysator für die breite Akzeptanz.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Initiativen in den USA:

| Institut / Pilotprojekt                                                                                                      | Initiative / Anwendungsfall                                                 | Status / Zeitplan         | Schlüsseltechnologie / Standard |
| :--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :-------------------------------------------------------------------------- | :------------------------ | :------------------------------ |
| [**U.S. Bank**](https://www.macrumors.com/2025/06/10/apple-digital-id-web-browser-support-ios-26/)                           | Online-Kontoeröffnung                                                       | Angekündigt für Ende 2025 | Apple „Verify with Wallet“      |
| [**Chime**](https://www.macrumors.com/2025/06/10/apple-digital-id-web-browser-support-ios-26/)                               | Online-Kontoeröffnung                                                       | Angekündigt für Ende 2025 | Apple „Verify with Wallet“      |
| [**NIST / NCCoE Pilot**](https://blog.spruceid.com/spruceid-joins-nist-nccoe-to-accelerate-mobile-drivers-license-adoption/) | Aufbau einer Referenzarchitektur für die mDL-Nutzung im Online-Banking-KYC. | Laufend                   | ISO 18013-7                     |
| [**America First CU**](https://identityweek.net/mobile-driver-licenses-accepted-by-u-s-credit-union/)                        | Identitätsprüfung in der Filiale (nicht remote/online).                     | Live seit 2022            | Staatliche mDL-App (Utah)       |

In Apples Ankündigung wurde eine breite Palette von Launch-Partnern genannt, darunter die
Finanzinstitute **U.S. Bank** und **Chime** sowie andere Dienste wie Turo und
[Uber](https://www.corbado.com/blog/uber-passkeys) Eats. Dies deutet darauf hin, dass ihre Kunden voraussichtlich
Ende 2025 zu den Ersten gehören werden, die den digitalen Ausweis ihres iPhones anstelle
des Hochladens physischer Dokumente verwenden. Die Initiative wird auch von den
Kraftfahrzeugbehörden der Bundesstaaten Arizona, Georgia und Maryland unterstützt. Über
das Ökosystem von Apple hinaus setzt das U.S. National Cybersecurity Center of Excellence
(NCCoE) sein Projekt fort, eine Referenzarchitektur zu entwickeln, um die Einführung von
mDLs für die Online-Identitätsprüfung zu beschleunigen.

## 3. Australien: Ein regulierter Markt im Wandel

Australien war ein globaler Vorreiter bei der Einführung von **digitalen Führerscheinen
(DDLs)** auf Bundesstaatenebene. Die Finanzaufsichtsbehörde AUSTRAC erteilte bereits 2019
die Genehmigung für Banken, diese digitalen Ausweise für
[KYC](https://www.corbado.com/blog/iso-18013-7-mdl-bank-kyc-onboarding)-Zwecke zu akzeptieren. Der Markt befindet
sich jedoch in einer Übergangsphase, weg von manuellen Online-Prüfungen hin zur Erprobung
stärker integrierter digitaler Identitätsplattformen.

Viele Banken setzen für das Online-[KYC](https://www.corbado.com/blog/iso-18013-7-mdl-bank-kyc-onboarding) immer
noch auf die klassische, aufwendige Methode: Kunden müssen Fotos ihres physischen
Führerscheins aufnehmen und hochladen, oft in Kombination mit einem „Liveness“-Check, bei
dem der Nutzer ein Selfie oder ein kurzes Video macht. Einige Institute gehen darüber
hinaus und haben Zwischenlösungen implementiert. So digitalisiert beispielsweise das
**eVerify-System der ANZ Bank** einen Teil des Prozesses, indem es Kunden ermöglicht, sich
durch die manuelle Online-Eingabe ihrer Führerscheinkartennummer (DLCN) zu verifizieren,
die dann mit einer Regierungsdatenbank abgeglichen wird. Obwohl dies schlanker ist als das
Hochladen von Fotos, handelt es sich noch nicht um eine vollständig automatisierte
[mDL](https://www.corbado.com/blog/mobile-drivers-license)-Verifizierung, bei der Daten sicher und sofort mit
einem einzigen Fingertipp ausgetauscht werden.

| Institut / Pilotprojekt                                                             | Initiative / Anwendungsfall                           | Status / Zeitplan   | Schlüsseltechnologie / Standard |
| :---------------------------------------------------------------------------------- | :---------------------------------------------------- | :------------------ | :------------------------------ |
| [**AUSTRAC**](https://www.austrac.gov.au/digital-driver-licences-now-acceptable-id) | Regulatorische Genehmigung für DDLs in KYC-Prozessen. | Genehmigt seit 2019 | Staatlich ausgestellte DDLs     |

Obwohl der regulatorische Rahmen vorhanden ist, ist ein nahtloser, API-gesteuerter
Datenaustausch auf Basis von [ISO 18013-7](https://www.corbado.com/glossary/iso-18013-7) bei den großen Banken
noch keine gängige Praxis. Die Branche ist für diesen Wandel gut aufgestellt, da die
nationalen digitalen ID-Frameworks reifen und mehr Bundesstaaten ihre DDLs so
weiterentwickeln, dass sie vollständig mit einem zukünftigen Online-Standard konform sind.

## 4. Europa: Regulatorischer Vorstoß für eine einheitliche digitale Identität

Im Gegensatz zur marktorientierten Einführung in den USA und Australien verfolgt die
Europäische Union eine Top-Down-„Push“-Strategie. Durch eine Verordnung, bekannt als
[eIDAS](https://www.corbado.com/glossary/eidas) 2.0, schreibt die EU die Schaffung eines einheitlichen,
interoperablen Marktes für digitale Identitäten vor. Der Eckpfeiler dieser Initiative ist
die
**[EU Digital Identity (EUDI) Wallet](https://www.digital-credentials.io/eudi-wallet)**,
eine mobile App, die jeder Mitgliedstaat seinen Bürgern bis 2026/2027 anbieten muss. Diese
[Wallet](https://www.corbado.com/blog/digital-wallet-assurance) ist darauf ausgelegt, eine breite Palette
verifizierter digitaler Nachweise zu speichern, wie z. B. Bildungsabschlüsse,
Reisedokumente und berufliche Zertifizierungen.

Für das [Banking](https://www.corbado.com/de/blog/revolut-passkeys-analyse) und regulierte Branchen sind zwei
Nachweise innerhalb der Wallet interessant: die **Person Identification Data (PID)**, die
als offizieller nationaler digitaler Ausweis dient, und der **mobile Führerschein (mDL)**.
Obwohl sie unterschiedliche Funktionen erfüllen, basiert die technische Architektur für
beide auf der **ISO-Normenreihe**, was das in diesem Artikel besprochene
[mDL](https://www.corbado.com/blog/mobile-drivers-license)-Format zu einem zentralen Bestandteil des
EU-Identitätsrahmens macht. Die Wallet wird es Einzelpersonen ermöglichen, diese staatlich
verifizierten Attribute auf sichere und nutzerkontrollierte Weise mit Banken und anderen
privaten Unternehmen zu teilen.

Dieses regulatorische Mandat wird derzeit durch mehrere **großangelegte Pilotprojekte
(Large-Scale Pilots, LSPs)** aktiv definiert, die 2023 gestartet wurden, um reale
Anwendungsfälle im [Banking](https://www.corbado.com/de/blog/revolut-passkeys-analyse) und Zahlungsverkehr zu
testen. An diesen Pilotprojekten sind Hunderte von öffentlichen und privaten Einrichtungen
beteiligt, darunter auch große Finanzinstitute. Für regulierte Branchen wie das Bankwesen
ist die Teilnahme verpflichtend. Die Verordnung schreibt vor, dass sie die EUDI Wallet bis
2027 zur Kundenidentifizierung und für die
[starke Kundenauthentifizierung](https://www.corbado.com/de/blog/psd2-passkeys) (SCA) akzeptieren müssen.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Initiativen, die die Einführung von mDLs
und digitalen IDs im europäischen Bankwesen vorantreiben:

| Konsortium / Pilotprojekt                                           | Wichtige Bankpartner & Teilnehmer                                                                                                     | Anwendungsfall/fälle                                       | Schlüsseltechnologie / Standard                    |
| :------------------------------------------------------------------ | :------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ | :--------------------------------------------------------- | :------------------------------------------------- |
| [**NOBID-Konsortium**](https://www.nobidconsortium.com/)            | DSGV (Deutscher Sparkassen- und Giroverband), DNB (Norwegen), Intesa Sanpaolo (Italien), Landsbankinn (Island), Banca Sella (Italien) | Grenzüberschreitende Zahlungsauslösung und -autorisierung. | EUDI Wallet (nutzt mdoc/ISO 18013-7 für Identität) |
| [**POTENTIAL-Konsortium**](https://www.digital-identity-wallet.eu/) | Große Banken (z. B. aus Frankreich), Regierungsbehörden und Technologieanbieter.                                                      | Kontoeröffnung, mobiler Führerschein, E-Signaturen.        | EUDI Wallet (nutzt mdoc/ISO 18013-7 für Identität) |

Dieses regulatorische Mandat wird die hochsichere Identitätsprüfung praktisch zur
Standardware machen (kommodifizieren). Wenn ein zentraler Geschäftsprozess wie KYC zu
einem universellen, staatlich unterstützten Dienstprogramm wird, verlagert sich der
Wettbewerbsfokus von der Frage, _wie_ eine Bank eine
[Identität](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api) überprüft, zu der Frage, _was_ sie mit
dieser vertrauenswürdigen [Identität](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api) macht. Banken, die
verifizierte Wallet-Attribute nutzen können, um überlegene Dienstleistungen wie sofortige
Kreditgenehmigungen oder nahtlose grenzüberschreitende
[Zahlungen](https://www.corbado.com/de/blog/digitale-nachweise-zahlungen) anzubieten, werden im Vorteil sein. Die
EUDI Wallet ist nicht nur eine reine Compliance-Übung; sie ist ein Marktwandel, der jedes
Finanzinstitut in Europa zwingt, sich auf die nächste Generation des digitalen Bankings
vorzubereiten.

## 5. Fazit

Die Ära des aufwendigen KYC, bei dem Kunden physische Dokumente scannen und
Liveness-Checks durchführen mussten, neigt sich dem Ende zu. Wie dieser Artikel gezeigt
hat, ist der Übergang zur sicheren, digitalen ID-Verifizierung per
[One-Tap](https://docs.corbado.com/corbado-connect/features/one-tap-login) bereits in
vollem Gange, aber die Wege zur Einführung unterscheiden sich weltweit erheblich. In den
USA ist der Wandel marktgetrieben, wobei Tech-Giganten wie Apple mit zukunftsorientierten
Banken wie der U.S. Bank und Chime zusammenarbeiten. In Australien hat ein
fortschrittliches regulatorisches Umfeld den Boden bereitet, aber die Einführung verläuft
schrittweiser, da der Markt von manuellen Prüfungen zu wirklich integrierten digitalen
ID-Netzwerken übergeht. Währenddessen verfolgt die Europäische Union ein starkes
Top-Down-Mandat, das den gesamten Bankensektor gesetzlich dazu verpflichtet, die EUDI
Wallet und die zugrunde liegenden ISO-konformen Nachweise zu übernehmen.

Trotz dieser unterschiedlichen Strategien zeichnet sich eine gemeinsame technische
Grundlage ab: der Standard **ISO/IEC 18013-7**. Ob durch Marktnachfrage oder
regulatorische Vorgaben angetrieben, er entwickelt sich zur globalen Blaupause dafür, wie
wir Identitäten sicher online teilen. Die Richtung ist klar: Ende 2025 und im Laufe des
Jahres 2026 wird voraussichtlich die erste Welle ISO-konformer Onboarding-Prozesse live
gehen. Dies wird die User Experience transformieren und die
[Sicherheit](https://www.corbado.com/de/blog/vollstaendig-passwortlos-werden) durch kryptografische
Datenverifizierung erhöhen. Letztendlich stellt die Einführung von
[ISO 18013-7](https://www.corbado.com/glossary/iso-18013-7) einen globalen Wandel hin zu einer sichereren,
privateren und effizienteren digitalen Wirtschaft dar, in der eine verifizierte
[Identität](https://www.corbado.com/de/blog/digital-credentials-api) keine Hürde mehr ist, sondern ein nahtloser
Wegbereiter für Vertrauen.
